Vom Sinn und Unsinn einer Bildgeschichte

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Entwürfe aus der in Vorbereitung befindlichen Bildgeschichte “AGRAR Tirol. Wie das Substanzrecht erfunden wurde”.

 

DARSTELLUNGSFORM SEIT DER ANTIKE

Die Bildgeschichte wird seit der Antike als eine besonders einprägsame Form der Darstellung geschätzt. Schon im „Papyrus des Hunefer“, einem ägyptischen „Totenbuch“, entstanden ca 1300 v. Chr, wurden Bildfolgen mit Dialogtext ergänzt; desgleichen im Aztekenreich am amerikanischen Kontinent und im historischen China. Für Europa ist besonders der „Bildteppich der Königin Mathilda“, zu erwähnen, eine in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstandene Stickarbeit auf einem Tuchstreifen, die auf 68 Metern in 58 Einzelszenen in Bild und Text die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm darstellt.

VOM UNSINN DER BILDGESCHICHTE

Bildgeschichten können viel Unsinn transportieren – das ist bekannt. Dagegen ist der besondere Nutzen dieser Darstellungsform weniger geläufig: Die Bildgeschichte zwingt den Erzähler zu eiserner Disziplin. Der Erzähler einer Bildgeschichte muss sich auf das Äußerste beschränken; er muss sich auf die zentralsten Aussagen konzentrieren, er muss knappest mögliche Formulierungen finden und eine logische Abfolge entwickeln.

Während der Erzähler im Ausdruck höchst präzise sein muss, verschaffen ihm die Ideen der Kunst und Karikatur Freiheit den Inhalt betreffend. Was als reine Schreibe nur schwer verständlich ist, kann die Bildgeschichte spielerisch und verstärkt durch die Instrumente von Kunst und Karikatur in die Köpfe der Menschen legen!

BILDGESCHICHTE UND REINE SCHREIBE

Wenn eine Bildgeschichte zum Thema entsteht, wie das Substanzrecht erfunden und die Tiroler Agrarier entschädigungslos enteignet wurden, dann verfolgen wir damit auch einen ganz speziellen Zweck. Für die finale Auseinandersetzung über das Substanzrecht am Gemeindegut sind präzise und knappe Darstellungen dieser speziellen Tiroler Erscheinung erforderlich.

Unser Bemühen gegen den Tiroler Gemeindeguts-Irrsinn wendet sich an das in Europa mit den höchsten Fallzahlen am stärksten belastete Gericht überhaupt – Anfang 2010 waren beim EGMR 100.000 Verfahren anhängig. Gingen 1981 gerade einmal 400 Beschwerden jährlich ein, hat sich diese Zahl im Jahr 2007 auf jährlich rund 40.000 Beschwerden verhundertfacht! (Wikipedia)

Eine einprägsame, präzise und knappe Darstellungen des Tiroler Gemeindeguts-Irrsinns ist ein Fundament, ohne das ein Erfolg nicht erwartet werden kann. Die Entwicklung der Texte und Szenen der Bildgeschichte wird es wesentlich erleichtern, diese präzise und knappe Neudarstellung zu leisten.

Insofern ist die Bildgeschichte zugleich Vorbereitung für neue Schreibe!

Meint euer ergebener

Max Paua

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“Tiroler Bauern”, das sind diejenigen, die sich um
150.000 ha Grund und Boden bestehlen ließen

 

 

MP