Schwarze Mander: Posing am leeren Grab

Die Schwarzen Mander. Sie haben Unmengen Geld gekostet, viel Zeit und Neven des Kaisers – die „gegossenen Bilder zu Milen“, heute die „Schwarzen Mander“ in der Innsbrucker Hofkirche. Erst Kaiser Maximilians Enkel, Ferdinand I. (* 10. März 1503 in Alcalá de Henares bei Madrid; † 25. Juli 1564 in Wien)  hat im Frühjahr 1549 angeordnet, dass in der Stadt Innsbruck eine neue Kirche zur Aufnahme des Grabmahles für seinen Großvater Kaiser Maximilian errichtet werde. Dies so nahe am Stadtgraben, dass man von der landesfürstlichen Burg und dem angrenzenden „Wappenhaus“ über einen Gang zur neuen Kirche gelangen könne. An der von Ferdinand I. ausgewählten Stelle wurde in der Zeit von 1553 bis 1563 die heutige Hofkirche gebaut. Innsbruck lag als Aufstellungsort nahe, weil der Großteil der monumentalen Einzelstücke in einer eigens von Kaiser Maximilian in Mühlau bei Innsbruck eingerichteten Kunstgießerei hergestellt worden war. Dort wurden auch die auswärts hergestellten Kunstwerke zusammen gezogen.
Die Schwarzen Mander. Sie haben Unmengen Geld gekostet, viel Zeit und Neven des Kaisers – die „gegossenen Bilder zu Milen“, heute die „Schwarzen Mander“ in der Innsbrucker Hofkirche. Erst Kaiser Maximilians Enkel, Ferdinand I. (* 10. März 1503 in Alcalá de Henares bei Madrid; † 25. Juli 1564 in Wien) hat im Frühjahr 1549 angeordnet, dass in der Stadt Innsbruck eine neue Kirche zur Aufnahme des Grabmahles für seinen Großvater Kaiser Maximilian errichtet werde. Dies so nahe am Stadtgraben, dass man von der landesfürstlichen Burg und dem angrenzenden „Wappenhaus“ über einen Gang zur neuen Kirche gelangen könne. An der von Ferdinand I. ausgewählten Stelle wurde in der Zeit von 1553 bis 1563 die heutige Hofkirche gebaut. Innsbruck lag als Aufstellungsort nahe, weil der Großteil der monumentalen Einzelstücke in einer eigens von Kaiser Maximilian in Mühlau bei Innsbruck eingerichteten Kunstgießerei hergestellt worden war. Dort wurden auch die auswärts hergestellten Kunstwerke zusammen gezogen.
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Cimburgis von Masovien (* 1394 in Warschau; † 28. September 1429 in Türnitz, Niederösterreich), Großmutter Maximilians väterlicherseits.
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Cimburgis von Masovien (* 1394 in Warschau; † 28. September 1429 in Türnitz, Niederösterreich), Großmutter Maximilians väterlicherseits.
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Ernst der Eiserne (* 1377 in Bruck an der Mur; † 1424 ebenda), Großvater Maximilians; Gatte der Cimburgis, Herzog von Innerösterreich
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Ernst der Eiserne (* 1377 in Bruck an der Mur; † 1424 ebenda), Großvater Maximilians; Gatte der Cimburgis, Herzog von Innerösterreich
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Sigmund der Münzreiche (*1427 in Innsbruck; † 1496 in Innsbruck), Vorgänger Maximilians als Tiroler Landesfürst, Großonkel Maximilians
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Sigmund der Münzreiche (*1427 in Innsbruck; † 1496 in Innsbruck), Vorgänger Maximilians als Tiroler Landesfürst, Großonkel Maximilians
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Rudolf von Habsburg (*1218 auf Burg Limburg/Schweiz; † 1291 in Speyer); Stammvater der österreichischen Habsburger; 1273 zum römisch-deutschen König gewählt
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Rudolf von Habsburg (*1218 auf Burg Limburg/Schweiz; † 1291 in Speyer); Stammvater der österreichischen Habsburger; 1273 zum römisch-deutschen König gewählt
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Philipp der Schöne (*1478 in Brügge; † 1506 in Burgos/Spanien), Sohn Maximilians, Herzog von Burgund, König von Kastilien und León
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. Philipp der Schöne (*1478 in Brügge; † 1506 in Burgos/Spanien), Sohn Maximilians, Herzog von Burgund, König von Kastilien und León
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. König Ferdinand I. von Portugal (Dom Fernando I; *31. Oktober 1345 in Santarém; † 22. Oktober 1383 in Lissabon) war der neunte König von Portugal, der letzte Monarch aus dem Haus Brugund. <div class=
Die Schwarzen Mander. © Stephan Elsler http://www.stephanelsler.com. König Ferdinand I. von Portugal (Dom Fernando I; *31. Oktober 1345 in Santarém; † 22. Oktober 1383 in Lissabon) war der neunte König von Portugal, der letzte Monarch aus dem Haus Brugund. <div class=
Die Schwarzen Mander. David Ritter von Schönherr (* 1822 in Pinswang; † 1897 in Innsbruck), gemalt 1902 von Ferdinand Behrens. Das Verdienst, die wechselreiche Geschichte des Grabmals von Kaiser Maximilian in der Innsbrucker Hofkirche für die Nachwelt erforscht zu haben, gebührt Dr. David Ritter von Schönherr,  der 1890 im Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlung des a.h. Kaiserhauses (Seiten 140 – 268) die „Geschichte des Grabmals Kaisers Maximilian I. und der Hofkirche zu Innsbruck“ veröffentlichte. Selbst Geschichtelehrer verbreiten unter ihren Schülern das Gerücht, dass Kaiser Maximilian sein Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche geplant hätte. Tatsächlich hatte der Kaiser ganz andere Pläne. Er dachte und handelte stets im europäischen Rahmen, sowohl politisch und geostrategisch, als auch diplomatisch und dynastisch. Die von ihm beschäftigten Professoren der Genealogie führten die Linie seiner Vorfahren bis auf Chlodwig I. († 511) aus dem Geschlecht der Merowinger und Begründer des Reiches von Karl dem Großen († 814) und weiter auf Gaius Iulius Caesar († 44 v. Chr) zurück. Durch seine politischen Allianzen und seine Heiratspolitik hatte Kaiser Maximilian seine Enkel Kaiser Karl V. (*1500 in Gent; † 1558 in Spanien) und Kaiser Ferdinand I. (*1503 in Spanien, † 1564 in Wien) weit über alle anderen europäischen Fürsten erhoben. Im Jahr 1511, als Papst Julius II. schwer erkrankte, traf Kaiser Max sogar diplomatische Vorbereitungen, die ihn selbst auf den päpstlichen Thron bringen sollten. Nach Maximilians Selbstverständnis standen nur wenige Alternativen für die Auswahl eines Bestattungsortes offen. Nach seinen eigenen Plänen wollte er an dem Ort zur Erde zurückkehren, an dem er geboren war, in Wiener Neustadt. Dort hätten die „Schwarzen Mander“ seine Grabwächter sein sollen.
David Ritter von Schönherr (* 1822 in Pinswang; † 1897 in Innsbruck), gemalt 1902 von Ferdinand Behrens. Das Verdienst, die wechselreiche Geschichte des Grabmals von Kaiser Maximilian in der Innsbrucker Hofkirche für die Nachwelt erforscht zu haben, gebührt Dr. David Ritter von Schönherr, der 1890 im Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlung des a.h. Kaiserhauses (Seiten 140 – 268) die „Geschichte des Grabmals Kaisers Maximilian I. und der Hofkirche zu Innsbruck“ veröffentlichte. Selbst Geschichtelehrer verbreiten unter ihren Schülern das Gerücht, dass Kaiser Maximilian sein Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche geplant hätte. Tatsächlich hatte der Kaiser ganz andere Pläne. Er dachte und handelte stets im europäischen Rahmen, sowohl politisch und geostrategisch, als auch diplomatisch und dynastisch. Die von ihm beschäftigten Professoren der Genealogie führten die Linie seiner Vorfahren bis auf Chlodwig I. († 511) aus dem Geschlecht der Merowinger und Begründer des Reiches von Karl dem Großen († 814) und weiter auf Gaius Iulius Caesar († 44 v. Chr) zurück. Durch seine politischen Allianzen und seine Heiratspolitik hatte Kaiser Maximilian seine Enkel Kaiser Karl V. (*1500 in Gent; † 1558 in Spanien) und Kaiser Ferdinand I. (*1503 in Spanien, † 1564 in Wien) weit über alle anderen europäischen Fürsten erhoben. Im Jahr 1511, als Papst Julius II. schwer erkrankte, traf Kaiser Max sogar diplomatische Vorbereitungen, die ihn selbst auf den päpstlichen Thron bringen sollten. Nach Maximilians Selbstverständnis standen nur wenige Alternativen für die Auswahl eines Bestattungsortes offen. Nach seinen eigenen Plänen wollte er an dem Ort zur Erde zurückkehren, an dem er geboren war, in Wiener Neustadt. Dort hätten die „Schwarzen Mander“ seine Grabwächter sein sollen.

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